Am 28. November hat der FAN seine Gönnerinnen und Gönner zum traditionellen Treffen mit renommierten Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen im kleinen Kreis ins Restaurant Neumarkt eingeladen. Unter dem Titel:
 

Eine Data Science-Anwendung aus der Schweiz: Wo möchten Schweizer Wohnungssuchende am liebsten wohnen?
 

hat Karl Schmedders, Professor für Quantitative Betriebswirtschaftslehre und Beirat des FANs, anhand eines für die Schweiz wichtigen Beispiels dargelegt, wie die quantitativen Methoden der Betriebswirtschaftslehre einen nützlichen Beitrag für die systematische Analyse von Marktgegebenheiten leisten können. Seinen Ausführungen liegt ein Forschungsprojekt von Vanessa Kummer zugrunde, das vom FAN unterstützt wurde.

Auslöser für dieses Forschungsprojekt war das drastische Ansteigen leerstehender Wohnungen in einigen Regionen der Schweiz und der gleichzeitige Mangel an Wohnungen in anderen Gegenden. Niedrige Zinsen haben zu einem Bauboom geführt. Diverse Wohnungen wurden dort gebaut, wo eine starke Nachfrage erwartet wurde, jedoch nicht eingetreten ist.

Zwar stehen bereits viele Daten über die Wohnungsnachfrage zur Verfügung, allerdings sind diese sehr lückenhaft und eignen sich nicht als gute Entscheidungsgrundlagen für den Wohnungsbau. Prof. Schmedders hat in seinem Referat ausgeführt, wie im Rahmen dieses Forschungsprojekts riesige Mengen von Suchabonnementen auf Immobilienplattformen analysiert und mit Hilfe von Machine-Learning-Algorithmen Muster und Gesetzmässigkeiten zur Ergänzung fehlender Werte ermittelt werden konnten. Durch die derartige Vervollständigung der Datensätze konnten sehr genaue Informationen zum Wohnungsmarkt zur Verfügung gestellt werden.

Will man verhindern, dass zusätzliche Wohnungen in Regionen gebaut werden, wo keine entsprechende Nachfrage besteht, bzw. dafür sorgen, dass Wohnungen dort erstellt werden, wo Wohnungssuchende auch vorzugsweise wohnen möchten, dann sind die gewonnenen Resultate von grundlegender Bedeutung.

Nach dem spannenden Referat lud der FAN zu einem Nachtessen ein, während dem zwei diesjährige Stipendiaten des FANs über ihre Forschungstätigkeit informierten. Es waren dies Dr. Enni Markkanen, die Schizophrenie und Autismus als Störungen in der Gehirnentwicklung untersucht, und Assistenzprofessor Christian Mosimann, der im Bereich der molekularen Ursachen der Erbkrankheit TAR Syndrom forscht.

Sibylle Ambühl, Geschäftsführerin FAN

Prof. Schmedders

Prof. Karl Schmedders

 

Rektor

Rektor Michael Hengartner

 

Stipendiaten

FAN-Präsident Thomas Peter und FAN Geschäftsführerin Sibylle Ambühl mit FAN Stipendiaten

 

Gast 1

 

Gast 2

 

Gast 3

 

Gast 4