OEC Mentoring Programm

Wenn Alumni Studierende coachen

Text von Sibylle Ambühl, Leiterin Geschäftstelle OEC ALUMNI UZH, erschienen im Oec. Ausgabe 01/2014 Juni

Das bietet kein anderes Mentoring Programm: Alumni engagieren sich für den studentischen Nachwuchs und bringen dabei ihre Erfahrung aus der Praxis ein. Zum Teil haben sie noch die gleichen Professoren wie ihre Mentees erlebt.

Olivier Willi, Managing Partner der Visionary AG, im Gespräch mit Adrian Ryser, Masterstudent in Banking and Finance. Bild: Lorenz Pachmann

Inspiriert von den Höchstleistungen des Gleitschirmweltmeisters Christian Maurer und seines Coachs Thomas Theurillat startete das von den OEC ALUMNI UZH gemeinsam mit der Fakultät initiierte Mentoring-Programm mit viel Aufwind. Die beiden Sportler illustrierten am Kick-Off-Event 2013, welchen entscheidenden Einfluss Coaching auf ihren Erfolg beim Redbull X-Alps, dem härtesten Gleitschirm- und Bergrennen der Welt, hatte.

Einblick in die Berufswelt

Nun sind Mentoren und Mentees, erfolgreiche Alumni und fortgeschrittene Studierende unserer Fakultät, miteinander auf Tour. Alumni «coachen» Studierende. Sie geben Einblick in die Berufswelt, helfen den Studierenden, ihre Fähigkeiten besser einzuschätzen und den Berufseinstieg zielgerichteter zu gestalten. «Es ist nie zu früh, sich über spätere Karrieremöglichkeiten zu informieren», meint Lilia Ostertag, eine der wenigen Mentees, die bereits im Bachelor-Studium am Mentoring teilnehmen kann. Und Monika Egli, Masterstudentin in BWL, findet es «megacool, dass es die Alumni sind, die als Mentorinnen und Mentoren ihre Erfahrungen aus der Praxis einbringen» - Alumni, die an der gleichen Fakultät studiert und zum Teil noch die gleichen Professoren erlebt hätten. Kein anderes Mentoring-Programm könne dies bieten.

Der Alma Mater etwas zurückgeben

Die Bereitschaft der Alumni, an diesem Programm mitzumachen, hat die Erwartungen der Organisatoren bei Weitem übertroffen. «Das Mentoring-Programm macht Spass. Meine praktischen Erfahrungen haben mir gezeigt, wie wichtig es ist, junge Leute zu motivieren», sagt Francesca Zanotti, Controllerin bei einer Grossbank. Und Caspar Fröhlich, Inhaber einer Executive Coaching Firma, der bereits Erfahrungen aus einem Programm der HSG mitbringt, schätzt die Möglichkeit ganz besonders, nun auch seiner eigenen Alma Mater etwas zurückgeben zu können. «Ich finde es sehr interessant zu sehen, was den heutigen Studierenden unter den Nägeln brennt, und möchte sie ermuntern, ihr grosses Potential auch zu nutzen.»

Möge das Programm den zukünftigen Absolventinnen und Absolventen helfen, eine aussichtsreiche Karriere zu starten und damit zu dem zu werden, was es für die Mentee Céline-Lisa Hiltbrunner bereits ist: «ein voller Erfolg.»