Kinoabend 2018

Die weisse Hölle vom Pitz Palü (1929)

Die weisse Hölle vom Piz Palü

Der fanatische Bergsteiger Dr. Johannes Krafft besteigt jedes Jahr am Todestag seiner Frau den Gipfel des Piz Palü, an dem sie verunglückt ist. Bei einem erneuten Besteigungsversuch trifft er auf der Berghütte auf das junge Paar Hans Brandt und Maria Maioni. Diese fühlt sich zum verschlossenen Krafft hingezogen und Brandt kann seine Eifersucht nur schwer unterdrücken. Um sich zu beweisen, begleitet er Krafft in die bis dahin noch nie bezwungene Nordwand, auch seine Frau schliesst sich an. Es kommt, wie es kommen muss: Die drei geraten in Bergnot und sitzen mehrere Tage bei schlechtem Wetter in der Bergwand fest. In einer dramatischen Rettungsaktion werden Hans Brandt und Maria Maioni gerettet. Johannes Krafft entzieht sich der Rettung und erfriert.
 

«Die weisse Hölle vom Piz Palü» ist eine der Pionierleistungen des deutschen Stummfilms. So fesselte das Publikum nicht nur der Film-Plot selbst, sondern vor allem auch die phantastischen Aufnahmen am Berg und die beeindruckende Bildsprache, die dank der Zusammenarbeit des Bergfilmers Arnold Fanck mit dem spielfilmerfahrenen G. W. Pabst entstanden. Die Dreharbeiten selbst waren eine alpinistische Spitzenleistung. Um möglichst realistische Aufnahmen zu bekommen, liess Fanck seine Crew monatelang bei Eiseskälte in den Gletscherwänden des Piz Palü drehen.


Der Applaus am Schluss galt sicher den Machern des Films, aber vor allem auch dem Pianisten Alexander Schiwow, der den Film in der vollen Aula live am Piano begleitete und das Publikum einmal mehr in den Bann des Stummfilms zog.