Ausflug ins Dreiländereck Basel

vitra campus klein

Rund 70 neugierige Mitglieder fuhren am letzten Samstag im Oktober über die Grenze nach Weil am Rhein und begaben sich auf den Vitra Campus. Sowohl die Architekturführungen als auch der interessante Vortrag von Dr. Robert Labhardt über die Geschichte des Dreiländerecks Basel beim Mittagessen im nahegelegenen Binzen zogen das Publikum in ihren Bann.

Auf dem Gelände des Vitra Campus trafen die Alumni auf das Who is who der modernen Architektur: Der Rundgang startete beim Vitra Design Museum von Frank Gehry, ging weiter zum VitraHaus von Herzog & de Meuron, führte u.a. zum Feuerwehrhaus von Zaha Hadid und endete beim Konferenzpavillon von Tadao Ando. Von aussen hat das Feuerwehrhaus, das ursprünglich als Betriebsfeuerwehr genutzt wurde und heute als Lokalität für Veranstaltungen dient, Ähnlichkeit mit einem grossen, alten Schiff. Charakteristisch sind die spitzen Ecken und das sogenannte schwebende Dach. Die Teilnehmenden konnten sich auch von den Besonderheiten im Inneren überzeugen, etwa den schrägen Wänden der Toiletten und der für Frauen und Männer gemischten Umkleide.

Nach den anregenden Führungen freuten sich die Teilnehmer auf das Mittagessen im Restaurant Ochsen in Binzen. Dort berichtete Dr. Robert Labhardt, Präsident des Vereins Basler Geschichte, in einem kurzweiligen Vortrag zur historischen Bedeutung des Dreiländerecks darüber, wie die Menschen es schon im 19. Jahrhundert verstanden, die Chancen der Grenzregion zu nutzen.  So feierten etwa die Basler bereits 1844 den ersten Zug zwischen Strassbourg und Basel. Auch heute gilt das Tram Nr. 8, das Basel mit Weil am Rhein verbindet, mit 7'500 Besuchern pro Tag als grosser Erfolg. Labhardt schloss mit der Überzeugung, dass das Dreiland auch künftig als Labor für Europa gelten werde.

Auch das garstige Wetter konnte der guten Stimmung am diesjährigen Herbstanlass keinen Abbruch tun und so kehrte die Gruppe gut gelaunt und mit neuen Eindrücken nach Zürich zurück.

Christina Gehres

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