China: Eine Reise der Kontraste

Alumni-Reise China

Einmal über die jahrtausendealte Chinesische Mauer spazieren oder die moderne Skyline von Shanghai bestaunen – die UZH-Alumni-Reise machte dies im September möglich. Doch das sorgfältig zusammengestellte Reiseprogramm bot den zehn Teilnehmenden mehr als touristische Hotspots.

«Personen, die noch nie in China waren, sind immer wieder von der Modernität und der Grösse der heutigen Städte überwältigt. China wird zu Hause massiv unterschätzt,» erklärt Dr. Hans Jakob Roth, Reiseleiter der UZH-Alumni-Reise. Er kennt China seit seinem Studium Ende der siebziger Jahre. Danach war er vierzehn Jahre als Diplomat in Peking, Shanghai und Hong Kong tätig. Heute lebt er in Bangkok und ist unter anderem Dozent für interkulturelles Management an der UZH. «Persönlich beeindruckt mich immer wieder, wie schnell der Infrastrukturaufbau vor sich geht. Tausende von Kilometern der Schnellbahn durchziehen das Land und der Bau ist noch nicht beendet.» 

Die zweiwöchige Reise bot den Teilnehmenden viel Abwechslung und Einblicke in das alte und neue China. Auf der Reiseroute lagen unter anderem Peking, die historische Hauptstadt Datong, Xian und Shanghai. «Natürlich haben wir die touristischen Hotspots, wie die Chinesische Mauer oder die Terrakottaarmee besucht – die man zurecht einmal gesehen haben sollte – aber auch weniger bekannte Orte wie die Han-Gräber haben uns in ihren Bann gezogen», berichtet Reiseteilnehmer René Wuttke. Er hat an der UZH in Biochemie doktoriert. Als Kontrastprogramm zu den Naturwissenschaften interessierte ihn nach seinem Abschluss zunehmend Geschichte. Besonders faszinierend fand er China mit seinem immensen kulturellen Einfluss auf die Gesellschaften Ostasiens und seiner zunehmenden Bedeutung in der modernen Welt. Doch wie den Einstieg finden? Die UZH-Alumni-Reise kam da gerade richtig.


Fernab der Heimat dazugehören

Am spannendsten waren für René Wuttke die Begegnungen mit der Bevölkerung. Die unfassbaren Menschenmassen in den Städten beeindrucken China-Neulinge und -Kenner gleichermassen. Und dennoch fühlten sich die Reiseteilnehmenden angesichts der Menschenmengen nicht verloren: «Dr. Roth und die chinesischen Reisebegleiter haben es verstanden, uns die Lebenswelten der heutigen Chinesen näherzubringen», erklärt René Wuttke. 

Die Reisegruppe verband nicht nur die gemeinsamen Erlebnisse auf der Reise, sondern auch ihre Beziehung zur UZH – sei es als ehemalige Studierende, Dozierende oder Mitarbeitende der Universität Zürich. Ein besonderes Erlebnis erwartete die Teilnehmenden darum in Shanghai, wo sie eine Gruppe des «UZH Alumni Shanghai Chapters» zum Abendessen trafen. Dass sie beim persönlichen Austausch viele weitere Einsichten zu China bekommen haben, versteht sich von selbst. Für Hans Jakob Roth gehörte das Treffen auf jeden Fall zu den Höhepunkten der Reise: «Unsere Gruppe hat einfach dazugehört.»

Anna-Julia Lingg Kosch

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